Am Sonntagnachmittag stand für die Reserve des HSV das schwere Auswärtsspiel gegen den TVK Korschenbroich auf dem Programm. Nach drei Siegen in Folge wollte man dem Gegner nichts schenken und das Spiel spannend gestalten. Wie in der Vorwoche konnten wir leider nur auf einen stark dezimierten Kader zurückgreifen. Zum Glück stieß kurz vor dem Spiel doch noch Tobias Helmrath dazu, so dass wir zumindest einen Auswechselspieler (abgesehen von den drei Torhütern) zurückgreifen konnten.

tvk-hsvDie ersten Minuten waren recht vielversprechend. Es schien als könnte man dem Gegner etwas Paroli bieten. Dies war aber nur eine ganz kurze Phase. Wie bereits im Hinspiel konnten viele Chancen nicht genutzt werden oder die Angriffe wurden mit Halbchancen zu früh abgeschlossen. So konnte die schnelle Truppe ihr Spiel aufziehen. Der Gegner wurde zu einem Konter nach dem anderen eingeladen. So konnte sich der Gegner schnell auf acht Tore absetzen. Nach einer Auszeit fingen wir uns wieder und konnten wieder auf drei Tore verkürzen. Aus unerklärlichen Gründen kam es dann wieder zu einem Schnitt im HSV-Spiel. Wieder wurden Angriffe überhastet abgeschlossen und so gut wie kein Wurf fand mehr den Weg ins gegnerische Tor. Dafür häuften sich die Kontermöglichkeiten für den Gegner und alles deutete auf ein Debakel hin. Der Halbzeitpfiff glich einer Erlösung. Als Ergebnis mussten wir 25:13 verkraften.

Die Ansage in der Halbzeit war klar. Es sollte nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden. Wenn wir weiter so hektisch den Abschluss suchen sollten, würde der TVK die 50 an diesem Abend voll machen. Die Angriffe sollten ruhiger ausgespielt werden. Es sollte mehr der Zweikampf gesucht und die halbgaren Würfe aus dem Stand vermieden werden, damit wir wenigstens die zweite Hälfte für uns entscheiden können.

Dies sollte uns auch eine lange Zeit gelingen. Es wurden sich klare Chancen rausgespielt, Tore wurden erzielt. Die Umstellung auf eine 6:0 Deckung zeigte Wirkung und Rene im Tor konnte einige freie Würfe der Korschis entschärfen. So haben wir in der ersten viertel Stunde der zweiten Halbzeit nur sechs Tore kassiert und uns auf einen Acht-Tore-Rückstand zurück gekämpft. Leider kassierte dann Tobi Kanehl seine dritte Zwei-Minuten-Strafe, wodurch sich unser Trainer gezwungen sah, auch nochmal das Trikot überzuziehen. Den Verlust konnte man vor allem in der Abwehr spüren. Der TVK konnte einige Male ohne großen Aufwand durchbrechen. Zudem erhielten wir einige Zeitstrafen und verloren im Angriff wieder die Struktur. So konnte der TVK in den letzten zehn Minuten den Abstand doch nochmal deutlich vergrößern. Als der Abpfiff ertönte stand ein 45:28 für den TVK zu Buche. Durch das unkonzentrierte Ende haben wir dann doch noch die zweite Halbzeit verloren. Immerhin konnte der Gegner die 50 nicht vollmachen.

Als Fazit kann gezogen werden, dass uns an diesem Tag, neben der Men-Power, auch die Cleverness gefehlt hat. Genau bei einer konterstarken Mannschaft wie Korschenbroich muss man die Chancen besser rausspielen und nutzen. Es dürfen keine „Fünf-Sekunden-Angriffe“ gespielt werden. Neben der Schnelligkeit ist der TVK auch doppeltbesetzt und spielstark. Dann muss man es einfach vermeiden den Gegner zu so leichten Toren einzuladen. Immer konnten wir in weiten Strecken der zweiten Halbzeit mithalten und da müssen wir drauf aufbauen. Es war kein Spiel, wo wir zwingend zwei Punkte erwartet haben, aber es ist immer die Frage: Wie verliert man ein Spiel? In der nächsten Woche ist die Reserve des TV Erkelenz bei uns zu Gast. Hier muss ganz klar gesagt werden, dass zwei Punkte Pflicht sind, wenn man sich weiter im Mittelfeld der Liga befinden möchte. Wir hoffen, dass wir dann auch wieder mehr Wechselmöglichkeiten zur Verfügung haben, damit einige Spieler mehr Regenerationszeiten erhalten. Über zahlreiche Unterstützung würden wir uns natürlich sehr freuen.

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