Am Samstagabend war die Reserve des HSV Rheydt beim TV 1848 Mönchengladbach zu Gast. Der Gastgeber zählt trotz der Niederlage gegen Kaarst aus der Vorwoche immer noch zum Kreis der Aufstiegsaspiranten. Dementsprechend machten wir uns auf eine schwere Aufgabe gefasst. Leider waren die Vorzeichen nicht ganz so rosig für den HSV. Neben zwei Torhütern standen zusätzlich vier Feldspieler nicht zur Verfügung, so dass wir nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung hatten. Vor allem der Rückraum war stark gebeutelt. Ziel war es trotzdem das Spiel spannend zu gestalten und dem Gegner so lange wie möglich Paroli zu bieten.

hsv-tv1848Beide Mannschaften hatten sich eine besondere Abwehrformation parat gelegt. Der HSV spielte eine 4:2 Deckung, wodurch der Rückraum von 18 auf Distanz gehalten werden sollte. Der Gastgeber spielte eine Manndeckung, bei der Martin Steins komplett aus dem Spiel genommen wurde. Beide Abwehrformationen brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während auf Seiten von 1848 die beiden Stapper-Brüder die offene Deckung des Öfteren ausspielen konnten, nutzte der HSV den Platz in der Abwehr immer wieder eiskalt aus. Martin Zerres und Philip Rötges übten permanenten Druck aus und konnten entweder selber erfolgreich einnetzen oder die Außen in Szene setzen. Keine von beiden Mannschaften wusste sich abzusetzen und die Führung wechselte stetig. Zum Ender der ersten Halbzeit konnte sich 18 leicht absetzen und es ging mit einem 23:20 in die Kabine.

Mit der Offensive konnte der HSV zufrieden sein. Trotz dezimierter Wechselmöglichkeiten konnte man im Angriff variabel agieren und den Gegner im wieder vor neue Aufgaben stellen. Die Abwehr hingegen war oft nicht energisch genug und es fehlte die letzte Konsequenz. Durch die offene Variante kam der Gegner zu einfach zu klaren Torchancen und Chris Holzschneider stand oft allein dar. Jedoch konnte er einige starke Paraden verzeichnen, wodurch sich der Rückstand im Rahmen hielt. Die Marschrichtung war eindeutig. Vorne weiter die klaren Chancen rausspielen und in der Abwehr den Rückraum von 18 noch stärker angehen, damit diese ihr Spiel nicht aufziehen können. In der Halbzeit stieß noch Jan zu uns, womit wir einen weiteren Rückraumspieler zur Verfügung hatten.

Der Anfang der zweiten Halbzeit glich der ersten. Tore fielen im Wechsel und der Rückstand konnte nicht weiter verkürzt werden. Im Laufe der zweiten Halbzeit bekam man den Rückraum besser unter Kontrolle. Gleichzeitig kamen die Außen von 18 immer besser ins Spiel und wussten ihre Chancen eiskalt zu nutzen. In dieser Phase konnte der HSV einige Angriffe nicht im Tor unterbringen, wodurch sich der Gastgeber weiter absetzen konnte. Mittlerweile hatte 1848 die Manndeckung in eine 5:1 Abwehr umgestellt. Nach einigen Ballverlusten hatte sich der HSV auf diese Abwehrformation eingestellt und konnte wieder einige Angriffe erfolgreich abschließen. Man kämpfte sich Tor um Tor ran und konnte den Rückstand zwischenzeitlich auf Zwei-Tore verkürzen. Leider dezimierte sich der HSV immer wieder wo hingegen der Gegner im kompletten Spielverlauf ohne Zeitstrafe blieb. Zum Ende hin warf der HSV alles in eine Waagschale. Die Abwehr wurde noch offensiver und die beiden Halben wurden aus dem Spiel genommen. Dadurch hatte der Gegner natürlich viel Platz, was eiskalt ausgenutzt wurde und der HSV konnte zu wenige Bälle erobern. Dadurch konnte der Gastgeber am Ende das Ergebnis nochmal in die Höhe schrauben und gewann mit 44:38.

Trotz der Niederlage war der HSV an diesem Abend mit seiner Leistung zufrieden. Das Ergebnis war am Ende leider etwas zu deutlich aber aufgrund der Konstellation und der schwindenden Kräfte vertretbar. Über weite Strecken konnte dem Gegner Paroli geboten werden und es fand eine Partie auf Augenhöhe statt. Am Ende war dann die doch zu schwache Abwehrleistung entscheidend. Zudem musste man zu oft in Unterzahl agieren ohne das man selber in den Genuss eines Überzahlspiels kam. Wie bereits in der Vorwoche gegen Welfia hat der HSV gezeigt, dass sich die Mannschaft auf den richtigen Weg befindet. Spielerisch kann über weite Strecken mitgehalten werden. Zudem werden die Köpfe trotz deutlicher Rückstände nicht hängen gelassen und bis zur letzten Sekunde gekämpft. Wenn die Abwehr stabiler wird und der Kader endlich mal mehrere Spiele vollständig ist, können noch einige Siege eingefahren werden.

In der nächsten Woche ist der Ligaprimus aus Kaarst bei uns zu Gast. Hier wird uns alles abverlangt. Natürlich wollen wir es dem Gegner so schwer wie möglich machen und werden die zwei Punkte nicht kampflos dem Gegner überlassen. Über eine zahlreiche Unterstützung würde sich die Reserve natürlich sehr freuen.

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