Am Samstagabend hatte die Reserve des HSV den ASV Rurtal-Hückelhoven zu Gast. Im Hinspiel hatte der HSV nach einer katastrophalen zweiten Halbzeit eine ordentliche Klatsche kassiert. Das sollte an diesem Abend anders laufen. In den letzten Spielen hatte der HSV gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenregion eine anspruchsvolle Leistung gezeigt. Aber durch argen Personalmangel und zum Teil Unvermögen konnten leider nie ein Punktgewinn eingefahren werden. Dementsprechend war man heiß wieder einen Zweier einzufahren. Personaltechnisch konnte der HSV aber mal wieder nicht viel vorweisen. Immerhin saßen im Vergleich zur Vorwoche ein Ersatzspieler und ein zweiter Torhüter auf der Bank. Eigentlich ging es für beide Mannschaften um die goldene Ananas. Da Erkelenz zurückgezogen hat, wollte der HSV mit einem Sieg auch rechnerisch den Klassenerhalt klar machen.

hsv-asv_rurtalDer ASV begann mit einer recht offensiven Abwehrformation, die der HSV in den ersten Angriffen nicht so richtigen zu überwinden wusste. Der HSV hingegen spielte eine defensivere Abwehr, die dem ASV besser lag. So konnte der Gast recht schnell mit 3:1 in Führung gehen. Nach den leichten Startproblemen fing sich der HSV und es konnte sich keine Mannschaft absetzen. Ca. in der zehnten Spielminute sah ein Spieler des ASV den roten Karton. Es war eine recht harte Entscheidung. Der versuchte Block ging in den Arm des Gegenspielers aber es war kein direktes „Reingreifen“. Der Gegner ließ sich durch die Entscheidung aber nicht beirren und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Wie bereits bei den Spielen in der Vorwoche wusste der HSV im Angriff zu überzeugen aber konnte seine Abwehr nicht dich halten, wodurch der Gegner immer wieder ins Spiel zurückfand. Vor allem Thorben am Kreis wusste die offensive Abwehr gekonnt zu nutzen und konnte einige Treffer verbuchen. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnte der HSV endlich auf ein drei Tore davon ziehen und ging mit einem 20:17 in Führung.

Unser Trainer war in der Halbzeit alles andere als zufrieden. Zwar konnte eine Führung vorgewiesen werden, jedoch fiel diese zu gering aus. Zwei Gründe lagen dafür klar auf der Hand. Zum einen schwache Abwehr und zum anderen die zu schnell abgeschlossenen Angriffe. Durch zu frühe Aktionen erhielt der ASV zu viele Angriffsmöglichkeiten. In der zweiten Halbzeit sollten die Offensivaktionen ruhiger und länger ausgespielt werden.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien die Ansage von Frank Hinzen zu fruchten. Zumindest im Angriff. Zwar stand die Abwehr nicht wirklich besser, was aber zum Teil am guten Rückraum des ASV lag. Aber die Angriffe wurden ruhiger und bedachter ausgespielt. Es konnte zwischenzeitlich ein Vier-Tore-Polster erspielt werden. Hätte der HSV zu diesem Zeitpunkt die entsprechende Ruhe vorgewiesen, hätte man evtl. den Sack zumachen können. Aber aus irgendwelchen Gründen verfiel der HSV in Hektik und vorne wurde viel zu schnell abgeschlossen bzw. konnte der Ball nicht im Tor untergebracht werden. Die nutzte der ASV eiskalt und konnte wieder ausgleichen. Von da an wechselte die Führung stetig. In der 54 Minute sah Martin Steins die rote Karte. Diese Entscheidung war ähnlich hart wie bei der roten Karte aus der ersten Halbzeit aber da es eine ähnliche Aktion war, vollkommen in Ordnung, da die Unparteiischen ihre Linie bewahrten. Die Überzahl nutze der ASV mal wieder zum Ausgleich. Gerade vollzählig kassierte Martin Zerres, der eine starke Partie machte, eine Zeitstrafe, die der ASV konsequent nutzte. Der Gast konnte mit zwei Toren in Führung gehen. Zwar gelang dem HSV noch der Anschluss aber nach einer Auszeit des ASV gelang dem Gast noch das Tor zum 35:37.

Am Ende stand der HSV mit einer enttäuschenden und absolut unnötigen Niederlage dar. Anstatt in Führung liegend ein ruhiges Spiel aufs Parkett zu bringen, verhaspelte sich der HSV in zu viele Einzelaktionen und spielte seine Angriffe nicht clever aus. Klar ist das auch der geringen Menpower und geringen Variationsmöglichkeit geschuldet aber die Spieler, die auf dem Parkett standen, bringen größtenteils eine Menge Erfahrung mit und müssen anders aufspielen. Dem HSV ist bewusst, dass die Stärke nicht in der Abwehr liegt. Deswegen muss klar versucht werden, dem Gegner weniger Tormöglichkeiten zu bieten. Leider fehlen da oft die Cleverness und die Einstellung. Es stellt sich klar die Frage, wo die Mannschaft stehen könnte, wenn sie endlich mal halbwegs vollzählig aufläuft und ein Spiel mit Wechselmöglichkeiten durchziehen kann. Nach dem die letzten Spiele alle gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte waren, sind die letzten vier Spiele gegen Mannschaften, die sich in unserer Tabellenregion tummeln. Einer dieser Mannschaften ist der in den letzten Spielen starke aufspielende TV Geistenbeck. Also heißt es nächsten Samstag in Mülfort Derbytime. Im Hinspiel verlor der HSV das Spiel in letzter Sekunde durch einen Siebenmeter und ist dementsprechend heiß auf die Revanche. Über zahlreiche Unterstützung würde sich die Reserve natürlich freuen.

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