Liebe Mitglieder,

die in den letzten Tagen durch die Landesregierung und die Kommunen ergriffenen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise lassen erkennen, dass die Vermeidung sozialer Kontakte zur Eindämmung einer Ansteckungsgefahr als unabdingbar angesehen wird.

Abgesehen von möglichen Einschränkungen unseres Tagungsortes hat sich der Vorstand des HSV Rheydt dazu entschlossen, zwecks Vermeidung einer Gefährdung grundsätzlicher aller, vor allem aber unserer älterer Mitglieder, die geplante Jahreshauptversammlung am 20.03.2020 abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Zu gegebener Zeit wird der Vorstand über einen neuen Termin informieren.

Sowohl der HVN, als auch der HK Mönchengladbach haben entschieden, aufgrund der Corona-Krise den Spielbetrieb für alle Senioren- und Jugendmannschaften bis zum 19.04.2020 (Ende der Osterferien) auszusetzen. Unter Berücksichtigung der sonstigen bereits angedachten Maßnahmen hat sich der Vorstand des HSV Rheydt schweren Herzens dazu entschlossen, zum Schutz der Gesundheit aller Aktiven damit einhergehend auch den Trainingsbetrieb aller Mannschaften einzustellen. Der HSV Rheydt nimmt damit seine Verantwortung wahr, die Ansteckungsgefahr in unserer Region möglichst gering zu halten.

Vor den Osterferien, bzw. bei Änderungen werden die aktuellen Sachstände umgehend mitgeteilt.

HSV Rheydt II gegen ATV Biesel

In einer gut gefüllten Halle trafen wir auf den ATV Biesel. Auch wenn unser Kader dezimiert war, der Rückhalt der HSV-Fans war da und es konnte losgehen. 

Die Partie startete verhaltenen, beide Mannschaften schenken sich nichts, aber gaben auch nicht viel. Nach 10 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 2:2 an. Dann ging es los, drei Minuten später stand es schon 3:5 für die Gäste. In der Defensive agierten wir teilweise zu lasch. Jedoch zeigte Chris im Tor einige gute Paraden, wodurch wir wieder ran kamen. Zwischenzeitlich stand es unentschieden, was aber schnell verspielt wurde. Es ging also hin und her. Biesel konnte sich nicht richtig absetzen und das Spiel wurde hitziger. Dann glitt dem Unparteiischen die Partie etwas aus den Händen und es wurde, aus unserer Sicht, einseitig gepfiffen. So standen wir nur noch zu dritt auf der Platte. Klar das die Gäste sich nun absetzten, aber nachdem wir wieder vollzählig waren, hätten wir einiges besser machen können um wieder aufzuschließen. Mit 9:14 ging es in die Kabinen.

Die zweite Spielhälfte begann recht ähnlich, schnell standen wir wieder zu viert auf dem Spielfeld. Aber auch Biesel erhielt endlich ihre erste 2 Minuten Strafe. In der 40. Spielminute stand es 14:18 für die Gäste. Es blieb weiterhin eine hitzige Partie und wir kamen langsam an Biesel ran. Als sie sich nach einer zwei Minuten Strafe einen Wechselfehler leisteten, bzw. mit einem Mann zu viel auf dem Platz standen konnten wir wieder auf 18:18 aufschließen. Wir vergaben aber zu leichtfertig unsere Chancen, wodurch sich Biesel wieder leicht absetzen konnte. Zehn Minuten vor Spielende stand es 19:21. Die Schlussphase blieb spannend, wir kamen mal wieder ran. Drei Minuten vor Abpfiff stand es unentschieden. Biesel warf ein Tor und bekam noch die Chance per Sieben Meter das Spiel zu entscheiden. Mike parierte den Strafwurf und auch den Nachwurf, worauf wir einen Tempogegenstoß einleiteten. Der Abschluss war zwar hinter der Linie, aber der Schiedsrichter stand nicht so, dass er das erkennen konnte. Die Gäste waren wieder im Angriff. Noch wenige Sekunden auf der Uhr und es wurde Freistoß für uns gepfiffen, ein Bieselaner warf den Ball weg und die Uhr lief ab. Wir protestieren zwar, aber alle dachten das Spiel wäre vorbei. Es wurde sich sogar schon abgeklatscht, aber währenddessen gab das Schiedsgericht dem Schiedsrichter Bescheid und er entschied auf Rot für den Biesel-Spieler und Siebenmeter für uns. Man kann sich gut vorstellen wie die eh schon aufgeheizte Stimmung war. Leider vergaben wir die den Strafwurf und Biesel gewann die Partie. 

Mit einem unterm Strich verdienten 28:28-Unentschieden endete unser Heimspiel gegen die Drittvertretung vom TV Korschenbroich. Nach ausgeglichener Anfangsphase und einem Zwischenstand von 7:7 nach gut einer Viertelstunde nahmen wir uns eine 10-minütige Tiefschlafphase, in der wir im Angriff viele Bälle einfach herschenkten und sowohl in der Rückwärtsbewegung als auch im gebundenen Spiel keinen Zugriff auf die Gäste fanden. Innerhalb weniger Minuten konnten sich die Gäste eine 7-Tore-Führung erspielen. Glücklicherweise bekamen wir in den letzten Minuten vor der Pause noch ein wenig die Kurve und konnten mit drei schnellen Toren in Folge noch Schadensbegrenzung betreiben. 

Den Schwung konnten wir in die ersten Minuten der zweiten Halbzeit mitnehmen und den Rückstand auf zwei Tore verkürzen. Näher kamen wir aber nicht heran und so wirkte es über lange Zeit so, dass die Gäste ihren Vorsprung ins Ziel bringen können. 8 Minuten vor Schluss lagen wir 21:25 zurück. In der letzten Auszeit wurde dann im Angriff auf zwei Kreisläufer umgestellt. Mit dieser Variante konnten wir die Korschenbroicher Deckung tief halten und unsere Rückraumschützen kamen in gute Schusspositionen und erzielte die viel zitierten leichten Tore. In den letzten Minuten riss Christoph die Partie an sich und zeichnete sich für die letzten drei Tore verantwortlich. Zwei Minuten vor Schluss konnten wir sogar mit dem 28:27 die erste Führung seit einer gefühlten Ewigkeit erzielen. Korschenbroich kam noch zum Ausgleich und unser letzter Angriff endete im Abwehrblock der Gäste.

Ersatzgeschwächt ging es in das Heimspiel gegen den TV Orken und das auch noch am Geburtstag unseres Trainers Marco. Sechs verletzte zählt das HSV Lazarett mittlerweile. In der Halle waren wieder einige HSV-Fans am Start und so konnte es dennoch losgehen. 

Von Anfang an dominierten wir das Spiel. Auch Orken erspielte sich viele Torchancen, aber René hatte einen guten Tag und hielt hervorragend. Im Angriff gelang es uns durch lange Wechsel Lücken in die gegnerische Abwehr zu reißen und nach 10 Minuten hatten wir eine 7:4 Führung erspielt. Die wurde kontinuierlich ausgebaut, bis wir innerhalb kurzer Zeit viele 2 Minuten Strafen erhielten und zwischenzeitlich nur noch zu viert auf der Platte standen. Dadurch kam Orken wieder mit 11:8 an uns ran. Nachdem wir wieder vollzählig waren und auch Orken 2 Minuten Strafen erhielt, konnten wir uns wieder absetzen. Mit 17:10 ging es in die Halbzeitpause. 

Die zweite Spielhälfte begann recht ausgeglichen, beide Mannschaften verwandelten ihre Chancen. Ein besonderes Highlight gelang Baron, der wegen der dünnen Personaldecke kurzfristig von seiner Handballrente zurücktrat, er traf direkt bei seiner ersten Chance ins Tor. In der 40 Minute stand es 21:15. Leider verloren wir etwas unsere Linie und Orken nutze dafür seine Chancen besser, so kamen sie zwischenzeitlich auf 4 Tore ran. Doch wir fingen uns wieder und mit einem Stand von 29:21 brachen die letzten 10 Minuten an. In denen setzten wir uns weiter ab und gewannen verdient das Spiel mit 35:21.

Mit einer Niederlage startete die zweite Mannschaft ins Jahr 2020. Gegen den Tabellenzweiten TV 1848 musste man sich mit 24:30 geschlagen geben.

Das Spiel begann ausgeglichen. Es lief im Angriffsspiel bei beiden Mannschaften nicht alles rund, aber es gab durchaus hüben wie drüben auch gelungene Angriffsaktionen. Mitte der ersten Halbzeit konnten sich die Gastgeber dann leicht absetzen. 1848 trug sein Angriffsspiel in dieser Phase mit hohem Tempo und der nötigen Geduld vor und konnte so immer wieder Lücken finden, um recht frei aus der Nahwurfzone abzuschließen. Bei uns schlich sich die eine oder andere Unkonzentriertheit im Angriff ein, so dass wir auch noch das eine oder andere Gegentor durch Tempogegenstöße hinnehmen mussten. Folgerichtig ging es mit einem Fünf-Tor-Rückstand in die Kabinen. Die Lage für uns war zwar ernst, aber nicht hoffnungslos. Im Hinspiel hatten wir einen ähnlich hohen Rückstand gedreht und in einen souveränen Sieg umgewandelt. Zudem stimmten Einsatz und Moral in Halbzeit eins und wir hatten das Gefühl, mit einer geringeren Fehlerquote etwas mitnehmen zu können.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, vor allen Dingen unsere Abwehr agierte nun wesentlich zupackender. Allerdings trugen wir die Hypothek des Halbzeitrückstandes über die gesamte restliche Spielzeit mit uns herum. Wenn wir dann mal die Möglichkeit hatten, den Rückstand signifikant zu verkürzen scheiterten wir entweder an unserer suboptimalen Chancenverwertung oder kassierten überraschende Zwei-Minuten-Strafen. So entwickelte sich ein ansehnliches, faires Spiel, leider ohne den ganz großen Spannungsbogen, da wir es nicht schafften den Rückstand auf weniger als drei Tore zu verkürzen.

Ein Dank gilt unserer Fangemeinde, die uns auch zum Jahresauftakt treu zur Seite stand.